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Besser altern? Diese Ernährungsweisen helfen laut Forschung

by Richard Parks
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Eine groß angelegte Langzeitstudie zeigt, wie bestimmte Essgewohnheiten ab der Lebensmitte die Gesundheit im Alter verbessern.
Über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren wurden rund 105.000 Menschen in den USA beobachtet.

Die Studie, erschienen in Nature Medicine, untersuchte die gesundheitlichen Auswirkungen von acht verschiedenen Ernährungsmustern.

Pflanzenbasierte Ernährung bringt Vorteile

Besonders positive Effekte zeigten sich bei einer vorwiegend pflanzlichen Ernährung.
Diese enthielt reichlich Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und ungesättigte Fette wie Olivenöl.
Auch tierische Produkte waren erlaubt – jedoch nur in Maßen, etwa fettarme Milchprodukte.

Verzichtet wurde hingegen auf rotes oder verarbeitetes Fleisch, zuckerhaltige Getränke, übermäßiges Salz und Transfette aus Frittiertem.

Einige Teilnehmende folgten bekannten Ernährungsformen wie der Mittelmeerdiät oder dem DASH-Plan, der den Salzkonsum senkt.
Beide setzen auf naturbelassene Lebensmittel und fördern die Herzgesundheit.

„Es gibt nicht die eine perfekte Diät“, sagte Marta Guasch-Ferré, Studienleiterin und Professorin an der Universität Kopenhagen.
„Aber viele verschiedene Ernährungsweisen können die Gesundheit verbessern.“
Was zählt, sei nicht ein starres Konzept, sondern eine insgesamt ausgewogene Auswahl an Lebensmitteln.

Gesundes Altern bleibt die Ausnahme

Als gesund alternd galten Teilnehmende, die mit 70 keine chronischen Krankheiten hatten, geistig fit blieben und körperlich aktiv waren.
Weniger als jede zehnte Person erfüllte diese Kriterien.

Guasch-Ferré betont, dass die Studie einen umfassenderen Blick auf das Altern wirft.
Nicht nur die Lebensdauer zählt – auch die Lebensqualität spielt eine entscheidende Rolle.
„Wollen wir wirklich nur länger leben, oder besser?“ fragte sie.

Obwohl die Studie in den USA durchgeführt wurde, sind die Ergebnisse laut Guasch-Ferré auch auf Europa übertragbar.
Faktoren wie Einkommen, genetische Veranlagung und Zugang zum Gesundheitssystem können jedoch ebenfalls eine Rolle spielen.

Trotz dieser Einschränkungen liefern die Erkenntnisse wichtige Hinweise für Ernährungsempfehlungen.
„Natürlich hängt gesundes Altern nicht nur von der Ernährung ab“, sagte sie.
„Aber jede Verbesserung kann helfen.“

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