Elon Musks Netzwerk X geht juristisch gegen die indische Regierung wegen Einschränkung der Meinungsfreiheit vor.
Ein Gericht im Bundesstaat Karnataka prüft die Klage gegen Premierminister Modis Regierung wegen Missbrauchs digitaler Gesetze.
X erklärt, dass Beamte mithilfe des Portals Sahyog Inhalte ohne rechtsstaatliche Verfahren entfernen lassen.
Das Unternehmen betont, dass Indien seine Zensurbefugnisse ausweitet und gesetzliche Vorschriften ignoriert.
X lehnt staatliches Zensurportal strikt ab
X reichte Klage ein, nachdem das Innenministerium das Sahyog-Portal zur Überwachung digitaler Inhalte ins Leben rief.
Laut X umgehen Beamte mit Sahyog bestehende Gesetze, um Inhalte einseitig entfernen zu lassen.
X weigert sich, das Portal zu nutzen, und bezeichnet Sahyog als Werkzeug zur Unterdrückung freier Meinungsäußerung.
Die Regierung rechtfertigt das Portal mit dem wachsenden Bedarf, schädliche Inhalte im Netz zu bekämpfen.
X verweist auf gesetzliche Vorschriften, die eine Anhörung vor einer Löschung verpflichtend machen.
Nach Angaben von X ignorieren Behörden diese Vorgaben und nutzen andere Gesetzespassagen ohne Schutzmechanismen.
Das Unternehmen sagt, zahlreiche Beamte und zehntausende Polizisten geben willkürliche Löschanweisungen.
Indiens Regierung und X geraten erneut aneinander
Dieser Konflikt ist nicht die erste Auseinandersetzung zwischen X und indischen Behörden.
Im Jahr 2021 durchsuchte die Polizei das Büro von X (damals Twitter) nach einem markierten Regierungstweet.
2022 klagte das Unternehmen gegen Sperrverfügungen, unter anderem wegen Protesten von Landwirten.
Ein Gericht entschied gegen X und verhängte eine Geldstrafe von fünf Millionen Rupien.
Musk legte Berufung gegen das Urteil ein; das Verfahren läuft aktuell im Bundesstaat Karnataka.
Während der Anhörung nannte Indien die Plattform einen „wiederholt unkooperativen Dienstleister“.
Zudem untersucht die Regierung Musks Chatbot Grok wegen politisch sensibler und unangemessener Aussagen.
Während die Klage läuft, planen Starlink und Tesla ihren Markteinstieg
Musk verklagt Indien, während seine anderen Firmen kurz vor dem Start in Indien stehen.
Im März schloss Starlink Verträge mit zwei großen Telekommunikationsunternehmen für Satelliteninternet ab.
Starlink wartet nun auf die Zulassung, um in Indien Dienste anzubieten.
Gleichzeitig stellt Tesla Mitarbeiter in Delhi und Mumbai ein und sucht dort Verkaufsflächen.
Musk traf sich kürzlich mit Premierminister Modi während eines Besuchs in den USA.
Ein US-Analyst erklärte, Musk nutze seine engen Kontakte, um strategische Entscheidungen wie Klagen durchzusetzen.
Seine wirtschaftlichen Interessen in Indien bleiben davon vermutlich unberührt.